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Vergaser und Einspritzung
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Ansaugstutzen (Manifolds)

Ansaugstutzen (Manifolds)

Bei allen Harley-Davidson V-Motoren mit Vergaser bis 2006 sitzt der Vergaser original in der Mitte zwischen den beiden Zylindern. (Einzige Ausnahme von diesem Prinzip: die XR Modelle Ende der 1970er.) Das war bis in die 1940er Jahre durchaus nichts Unübliches, bietet doch diese Bauweise Vorteile beim Platzbedarf und erspart das Synchronisieren der Vergaser, das sich technisch umso aufwendiger gestaltet, je weiter die beiden Vergaser am V2-Motor voneinander weg sind. Auf allen Harley-Davidson Modellen bis auf die XR und alle die, die das Wort Revolution in der Motorbezeichnung tragen, sind die Einlasskanäle der Zylinderköpfe deswegen mit einem T- oder Y-förmigen Ansaugstutzen verbunden, an dem der Vergaser sitzt. Von eingefleischten Harleyisten wird das Teil wegen der Form auch Manifold genannt.

Die Anschlüsse an den Zylindern

... bzw. Zylinderköpfen waren lange Zeit starr ausgeführt, mit Messingdichtringen und Überwurfmuttern, gleichermaßen respektlos wie liebevoll auch Klempnerverschraubung genannt (plumber style). In den 1960er Jahren bekamen dann auch die 1200er Twins die Verschraubung mit Stahlbändern und O-Ringen, die damals schon 10 Jahre mit den Guss-Zylinderklöpfen den Sportster Twins verwendet wurden. Durch die unterschiedliche Wärmeausdehnung der Aluminium-Zylinderköpfe der 1200er gab (und gibt es) an dieser Stelle aber immer gern Probleme. Es dauerte dann noch einmal mehr als 20 Jahre, bis Ende der 1980er das System mit konischer Gummidichtung und Zweiloch-Flansch kam, das zusammen mit einer soliden Abstützung des Vergasers für Dichtheit sorgte.

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