Wir verwenden Cookies zur Analyse, Werbung und zur Verbesserung unserer Website. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
>
Krowdrace, Meißen, D

Krowdrace, Meißen, D

Wann genau Rudi sich mit dem Flattrack-Fieber infiziert hat, lässt sich nicht mehr genau rekonstruieren. Belegt jedenfalls sind: sein erstes Training in Sachen kontrollierter Abstieg vom Motorrad und die ersten Umrundungen eines staubigen Ovals beim Dirt Quake in England auf einer - na sagen wir mal - begrenzt kooperativen Shovelhead. Stufe 3 war dann der Besuch beim Krowdrace-Finale im Oktober. Spätestens da war’s um Rudi geschehen.

Aber ohne Pratt-Pratt kein Flat-Track. Also baute sich Rudi eine Starrahmen-Panhead, 53/54er Motor, weitgehend Stock, maximal minimalistisch in einen Paughco-Rahmen geflanscht, Handschaltung Ehrensache, hinten noch ne schöne Trompete dran. Testfahrt im März und dann Anmeldung zum ersten Krowdrace-Wochenende: Bisschen mittrainieren am Freitag. Und Samstag zuschauen.

Dann mal los am frühen Freitag, durch die Sonne nach Meißen auf die 400 m Speedway Bahn. Seit über 70 Jahren gilt hier „Eat my Dust!“

Und Rudi ließ dann direkt die Kolben tanzen

und scheuchte ordentlich Gummi übers Oval - in der Klasse „Vintage True Gold“. Klingt nach pompoidem Spät-Achtziger Kitsch-Popsong, war aber eine gediegene Ansammlung solider Krawall-Kisten mit tempoaffinen und todesmutigen Piloten. Aber Training ist das eine - Rennen ist die wahre Zündung. Anmeldung easy, technische Abnahme der Bikes gleich freitag abends – kann ja nicht so kompliziert sein. Ooops, Kettenschutz ist Pflicht - und ein ECE Integralhelm. Ok, das eine kann man zur Not aus drei Bierdosen dengeln. Aber aus den zwei DOT Helmen einen ECE Helm löten?

Doch wer seinen Hintern auf Stahlmöbeln aus dem letzten Jahrtausend riskiert, hält zusammen und so fanden sich nicht nur hilfreiche Hände und alsbald eine Art Kettenschutz, sondern auch ein passgenauer vorschriftsmäßiger Helm. Danke schon mal allen Helfern!

Rudi the Rookie is ready to go: Samstag morgen Fahrerbesprechung und dann rein in den hochverdichteten Ablaufplan. Vormittags starten die Amateure, Nachmittags die Profis. Also früh raus!

Mit insgesamt 78 Fahrern aus 8 Nationen waren

Trainings- und Renntag ein Vollgaserlebnis. Was eine Bande: offen, hilfsbereit, positiv, feierwütig - und der Einstieg in diese freundliche Welt ist echt nicht schwer: ein paar technische Details am Moped beachten und schon gehts ins Oval. (steht alles hier: krowdrace.de) Auch wer erstmal vorsichtig hinterherfährt wird seinen Spass haben – und irgendwann kommt der Moment, an dem man sich mit einem fröhlichen „Eat my Dust“ auf den vorletzten Platz vorbeischiebt. Und weiter und weiter… bis die Karoflagge zappelt.

Nächste Gelegenheit, sich mit dem Flattrack-Fieber anzustecken:

Krowdrace on 22/23 Juli, Wolfslake, D.