Museal und oval
Ein ganz normaler Tag in Milwaukee
Ja, genau, dieses Milwaukee, Wisconsin, aus dem unsere schönen Knuckleheads, Panheads, Shovelheads kommen. Schon klar, auch die Sportsters, Flatheads undundund… Und wenn man schon mal in der Ecke ist, geht man natürlich auch dorthin, wo die alle rumstehen, am Stück, in Einzelteilen und als legendäre Spezial-Modelle: ins Harley Davidson Museum.
Da hat die Company mal echt was Feines hingestellt. (Damals, auf dem Nachhauseweg vom Ice Road Abenteuer war das Museum noch Baustelle. Da konnte man sich nur am Besuchereingang sinnlos, aber dekorativ hinstellen.)
Wie es sich für ein Harley-Museum gehört, sind hier alle
Generationen von Motoren sauber aufgereiht, die Geschichte der Farben hängt in der Tankgalerie, dazu stolpert man an jeder Ecke über legendäre Fahrzeuge wie die Rekordmaschine von Joe Petralis, einem der legendärsten Racer: seit 1925 für Harley am Start (weil sein eigentlicher Arbeitgeber Indian die Rennmaschine nicht rechtzeitig geliefert und sich der offizielle Harley-Fahrer beim Training die Hand gebrochen hatte) Was folgte war Petralis epische Dominanz: 1935 gewann Joe Petrali alle 13 AMA Rennen in seiner Klasse und stellte 4 Rekorde auf. Er gewann alle Hillclimb Meisterschaften zwischen 1932 to 1936 und dabei 47 Rennen. Höhepunkt derGeschwindigkeitsrekord 1937 in Daytona Beach, FL. Auf dem Streamliner, der vonHarley-Davidson für ihn gebaut wurde, mit einem neuen Knucklehead Motor: 136,183 mph (219,1 km/h)*. Die Maschine steht hier in ewiger Schönheit…
Wo wir grade bei laut und schnell sind:
nach gebührendem Aufenthalt im geruhsamen HD Museum ging es direkt in eine etwas na, sagen wir mal lebendigere Umgebung: Flat Out Friday. "Go fast turn left" in einer Hallenversion. Mit eher wenig "go fast" und um so mehr "go left". Verglichen mit der riesigen Halle war das Oval sehr klein und eng. Und dann auch noch so rutschig, dass es komplett mit „Sticky Soda Syrup“ zugekleistert wurde, damit keiner aus der Kurve flutscht. Kuriose Rennklassen von Mini-Bike bis One Wheeler, aber auch beinharte Profifalttracker, die sich nichts schenkten, machten den Flatout Friday zum perfekten Party-Warm-Up für die Mama Tried Show.