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Motorräder und Geschichte

Motorräder und Geschichte

Murderdrome
Murderdrome
Der amerikanische Begriff „Board Track“ bedeutet übersetzt nichts anderes als Holzbahn und steht als Synonym für die gefährlichen Motorradrennen auf Rund- oder Ovalkursen vor dem ersten Weltkrieg bis in die zwanziger Jahre.
Diese Rennen nahmen nicht, wie meist angenommen, in Amerika, sondern in Europa ihren Anfang, und zwar als Radrennen. Heute eine fast vergessenene Sportart, war dies vor über 100 Jahren ganz anders; es gab eine schier unüberschaubare Anzahl. Praktisch jede Stadt verfügte über eine Bahn, die anfänglich speziell für Fahrradrennen gebaut wurden, weil sie gute Sichtverhältnisse boten, denn sie waren schlagloch- und staubfrei, was man über die Straßen vor hundert Jahren nicht sagen konnte. Mit Motorrädern ging man in Frankreich bereits Anfang 1900 an den Start, gefolgt von Deutschland und England um 1902. Vermutlich im Jahr 1908 erreichte der neue Motorsport dann die andere Seite des Atlantik. Mit dem alllgemeinen Aufschwung der Motorisierung boten die Bahnen eine geeignete Plattform für die Motorradhersteller zur Werbung und ließen Leistungsvergleiche zwischen den verschiedenen technischen Lösungen zu.
Die Rennfahrer waren Helden, die es fertig brachten die Maschinen zu „zähmen“ und den 
„wahnsinnigen“ Geschwindigkeiten zu trotzen. Sie rasten hautnah an den faszinierten Zuschauern vorbei und der Tod war ständiger Begleiter, was die Sensationspresse nutzte, um die Stimmung zum Besuch der Rennen entsprechend anzuheizen. Schwere Unfälle mit Toten und Verletzten blieben nicht aus und nach diversen katastrophalen Crashs in Amerika gipfelte die Bezeichnung in: „Murderdrome“ – Mörderbahn. Dies ist auch der Titel des Buches.
Es gibt einen Einblick in die damaligen Aktivitäten in Frankreich, England, Deutschland und Amerika und ist bis heute das einzige Buch über dieses Thema. Auch die seit einigen Jahren in Deutschland wiederbelebte Vintage Boardtrack Szene wird in einem Kapitel vorgestellt. Autor Thomas Bund verwendet weitestgehend authentische Quellen und Bildmaterial und man merkt, dass hier einer die ganze Leidenschaft in sein Projekt gelegt hat. Ein Buch vom Enthusiasten für den Enthusiasten.
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