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LiveWire @ W&W Werkbank

LiveWire @ W&W Werkbank

W&W gibt‘s ja eigentlich nur, weil es Menschen gibt, die nicht alles hinnehmen, was Ihnen so von der Industrie vorgesetzt wird. Das war damals schon so, als Shovelheads noch fabrikneu zu kaufen waren - und daran wird sich auch bei einer LiveWire nichts ändern. Wenn wir ne Harley vor uns haben, wollen wir sie umbauen.

Klar hatten wir einen Riesenspaß, als wir das Ding abgeholt haben, denn sich auf etwas drauf setzen, auf dem Harley-Davidson steht und das dann soooo abgeht, das war schon sehr erheiternd. (Da mag der eine oder andere Sportbike-Bolzer müde lächeln, aber das besprechen wir dann demnächst an der Ampel.)

Unsere Neugier geht ja in eine ganz andere Richtung: Wenn unsere Lieblingsmotorradmarke so eine komplett neuartige Kiste hinstellt, ploppen bei uns (und nicht nur bei uns) eine Menge Fragezeichen auf. Die größten davon stehen hinter den Sätzen: Was kann das Ding wirklich – und: Wie sieht das denn bitte aus, bzw. wie soll das denn bitte aussehen…

Also ab auf die Bühne, Werkzeug her und mal bisschen genauer hingeschaut bwz. rumgeschraubt. Ok, es gibt eine klare Verbotszone für Werkzeug, das erkennt man aber schon an den dicken Kabeln und den Warnhinweisen: Starkstrom, Hochspannung…

Der Rest ist erstaunlich und erfreulich simpel

zusammengesetzt, z.B. hängt das komplette Heck an vier Schrauben. Die äusserst merkwürdige Heckfender/Blinker/Nummernschildlösung, die wirkt, als wäre jemandem kurz vor Auslieferung eingefallen, dass man das noch braucht, ist schneller ab, als man „bringst Du mir noch ein Bier aus dem Kühlschrank mit“ sagen kann. Da kann man schon mal Ersatz flexen und biegen...

Auch auffällig: durch den zweiteiligen Stromkreis (viel und stark für den Antrieb, klassisch 12V für das Betriebssystem) und die einfachen, zeitgemäßen Steckverbindungen und einen offensichtlich durchdachten Aufbau, lassen sich einzelne Teile einfach abstecken und austauschen und die Kiste läuft trotzdem noch. Das ist nicht bei allen Harleys so, die viel Elektronik mit sich rumschleppen…

So können wir erstmal vorhandene Customblinker einbauen, und auch sonst ausprobieren, was das Lager so hergibt. Das Ding macht echt Laune auf Umbauen - muss man aber auch.

Die nächste Eskalationsstufe ist schon klar: die Realität. Straße. Fahren. Schnell, langsam, Stadt, Land, Acker. Akkuanzeige beobachten, laden, warten. Wir haben schon ne Idee, wo wir das demnächst machen könnten, bisschen mehr Richtung Sonne...