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Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass das Phänomen Born Free weitgehend bekannt ist. Falls nicht: aus einem nachmittäglichen Parkplatztreffen einiger US-Schrauberkumpels wurde in kurzer Zeit DER internationale Termin für alle, die mit alten Hobeln und deren kunstvollem Umbau zu tun haben – wenig überraschend, dass Harleys da die Hauptrolle spielen.

Nun kann man über die noch immer steigende Zahl der Customtreffen die Nase rümpfen oder den Kopf schütteln – aber da wir uns ja nicht nur aus beruflichen Gründen für gut gemachte Motorräder interessieren, schauen wir uns überall gerne an, was da so aus den Shops, Werkstätten, Garagen und Hinterhöfen dieser Welt auf die Straße rollt. Oder eben zu einem Treffen.

Aber was sich an Zweiradherrlichkeit einfindet bei Born Free, das kriegt man nirgendwo sonst zu sehen. Auch nicht, wenn man alles abklappert, was sich im Kalender tummelt.

Aber wo es so schön und spannend ist, finden sich auch viele ein, denen die Stimmung weniger wichtig ist als das Geschäft.

Und tatsächlich, Born Free 8 ist noch grösser als alles Bisherige, aber: offensichtlich hatten einige dazugelernt; gemerkt, dass Born Free anders ist; nicht der richtige Platz, um mit den neuesten Produkten herumzubrüllen. Gutes Beispiel: die Company, also Harley Davidson. Statt Hochglanz-Leistungsschau gibt es einen stilvollen Auftritt mit gediegenen Maschinen. Die Herrschaften aus Milwaukee sind nicht die einzige Marke, die sich an die familiäre Entspanntheit anpasst - und selbst einige feine Bikes auf das riesige Gelände parken. Wohlwollend betrachtet von rund 10.000 Freunden der gepflegten Motorradverfeinerung, die sich an diesem Wochenende südöstlich von LA einfinden.

Höhepunkt dieses customizistischen Festivals ist wie immer die Prämierung der eingeladenen Motorradbauer und ihrer speziell für dieses eine Wochenende aufgebauten Maschinen. Dieses mal rund 30.

Und wer genau hinschaut (oder es, wie wir, weiß) kann nicht nur ein Cannonball MAG 12 Wheel an Uwe Ehingers „The Chopper“ genannten Knucklehead entdecken, sondern sieht auch die Cannonball Engine Cases an Arie van Schyndles Knucklehead, die mit helllilalollylackierter Lässigkeit Platz 2 belegte.

Also so kann das mit Born Free gern weiter gehen.